Niederrhein-Guide                                
Wilhelm Miesen        
                                       

Gästeführungen                                                          
  für die ganze Familie                 
                                                      

          Unsere Natur bringt Sie auf Touren Herzlich Willkommen
beim Niederrhein-Guide Wilhelm Miesen

   

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Als zertifizierter Natur- und Landschaftsführer lade ich Sie ein, mit mir die schönsten Seiten des Niederrheins zu erforschen.
Begleiten Sie mich bei meinen Führungen und Sie werden Dinge entdecken, von denen Sie vorher noch nichts ahnten. 
Die Natur und Kultur des Niederrheins ist reich an spannenden Hintergründen und Geschichten.
Machen wir uns gemeinsam auf den Weg diese Welt zu erkunden, ihre Schönheit zu bewundern und ihr so manches Geheimnis zu entlocken.

Ich verspreche Ihnen entspannte,
unterhaltsame und lehrreiche Stunden.

 

 

Ich lebe im Dünendorf Wissel bei Kalkar. Auf dem Lande aufgewachsen, erfasste mich schon früh die Liebe zur Natur. Daher wählte ich den Beruf des Landschaftsgärtners.
Der wundervolle Niederrhein hat mich in meinem Leben nie losgelassen.
Seine einzigartige Natur und Kultur möchte ich mit abwechslungsreichen Führungen möglichst vielen Menschen (von 8 bis 80+) ans Herz legen und ihnen dabei ein paar schöne Stunden bereiten.
Mit spannenden Geschichten im Gepäck führe ich meine Gäste zu den Sehenswürdigkeiten meiner Heimat. Nirgendwo finden Sie eine so vielseitig schöne Auenlandschaft wie zwischen Rhein und dem Niederrheinischen Höhenzug.

Überzeugen Sie sich selbst und besuchen Sie meine  Touren.
  


 

Haftungshinweis!

Ich habe meine Touren mit größter Sorgfalt vorbereitet und werde Sie sicher durch die Gelände führen. Trotzdem sind, wie im Alltag, Unfälle niemals ganz auszuschließen. Ich weise daher darauf hin, dass die Teilnahme an meinen Touren immer auf eigene Verantwortung und Gefahr geschieht.


Presseartikel:

Niederrhein Nachrichten vom 30.05.2018   Autor: Michael Scholten

 

 



Artikel und Fotos aus NRZ Kleve von Andreas Daams 09.04.2018
www.NRZ.de


Kalkar-Grieth.   Niederrhein-Guide Wilhelm Miesen führte durch das einstige Fischerdorf Grieth. Ein Höhepunkt: Der Aalschokker von Rudi Hell.               

Tagsüber lagen die Rheinwiesen voller Netze. Nachts fuhren die Fischer über den Fluss, drei Mann im Boot, drei Mann an Land, um den Salm mit ihren Netzen einzuzingeln. Seit dem Mittelalter ging das so. Grieth, das war eine Fischerstadt. Fischerhütten voller Menschen. Pferdekarren, die eisgekühlten Lachs fortfuhren. Oder Gründel, die am Niederrhein keiner mochte, nach Frankreich, wo der Fisch als Delikatesse galt. Und zentnerweise Maifisch, den die Frauen für den Winter einweckten. „Ein imposantes Bild“, sagt Wilhelm Miesen bei einer Führung durch das Örtchen. „Aber man darf sich das nicht sehr romantisch vorstellen.“

Miesen hat sich als Fischer kostümiert, aber als Herrenfischer – mit ordentlichen Schuhen an den Füßen. Er erzählt von der harten Arbeit der Fischer, der eintönigen Nahrung, den „Fischweibern“, die bis zu 60 Kilometer am Tag mit Fischkörben auf dem Rücken von einem Ort zum nächsten liefen. Heute parken bei schönem Frühlingswter haufenweise Autos und Fahrräder in Grieth, lauter Ausflügler. Schon erstaunlich, wie viel sich in wenigen Jahrzehnten ändern kann.

600 Schiffe pro Tag passieren Grieth
Das Fischereigewerbe in Grieth ist längst ausgestorben, nur einer ist noch aktiv – im Auftrag von Universitäten und Forschungsstationen aus ganz Europa. Rudi Hell stammt aus einer Fischer-Dynastie, die die Blütezeit vielleicht noch erlebt hat. Die war im 16. Jahrhundert. Danach ging es bergab. „Wo man arm ist, kann man nichts bauen“, sagt Miesen. Deshalb sei die alte Bausubstanz in Grieth auch noch so zahlreich vorhanden.

Grieth konnte in seiner Blütezeit nicht wachsen. Es standen nur fünf Hektar Land zur Verfügung, umschlossen von Sumpfland. Wohl verlagerte sich der Rhein hin und wieder. Weshalb man ihn seit 1824 in feste Bahnen presste. Heute passieren um die 600 Schiffe pro Tag das kleine Örtchen. 1940 fing man den letzten Stör, am 23. Juni 1969 endete dann die Fischerei auf dem Rhein. Ein Insektenvertilgungsmittel war in den Fluss eingeleitet worden und tötete die meisten Fische.

Mit der Fähre zum Aalschokker

Fischer Rudi Hell ist mit seinem Aalschokker auf dem Rhein im Dienste der Wissenschaft unterwegs.                                Foto: Andreas Daams              

Die 20 Personen, die mit Miesen durch den Ort ziehen, setzen mit der Fähre zu Rudi Hells Aalschokker über. Am 17. April, so erzählt er, dürfte er wieder die ersten Lachse fangen. „Da kann ich die Uhr nach stellen.“ Nicht zum Verspeisen allerdings, sondern für Forschungszwecke. Manche Fische bekommen GPS-Sender, bei anderen werden ein paar Schuppen als Proben entnommen, dann kommen sie wieder ins Wasser. Ja, die Fische sind wieder da. Auch wenn die Kormorane die Bestände ordentlich angriffen. Auch wenn er im Jahr elf Kubikmeter Plastikmüll aus dem Rhein holt, das sich in seinen Netzen verfängt.

Überhaupt, Plastik: Ein Professor aus Basel habe die Verbreitung von kleinsten Plastikteilchen im Rhein untersucht – in Rees lag die Konzentration bei 3,9 Millionen Partikeln pro Quadratmeter. In Basel sind es erst 220.000 Partikel. Damit gehören die Konzentrationen am Niederrhein zu den höchsten weltweit. Grund sind vermutlich die Nanoplastikteilchen in Kosmetikprodukten. Hell erzählt auch von einem Forscher, der die gefangenen Fische daraufhin untersucht, ob die Wirkstoffe der Antibabypillen, die über den Urin durch die Klärwerke in den Rhein gelangen, Einfluss auf die Fische hat. Ein Ergebnis steht noch aus.

So ändern sich die Zeiten. Früher mussten die Fischer hoffen, dass ihnen genug Fisch in die Netze geht. Heute müssen wir damit rechnen, winzige Plastikteilchen im Fisch zu essen. Romantisch klingt auch das nicht wirklich.


Aus NRZ Heimat am Niederrhein von Ingo Plaschke  - Juni 2016
Foto: Marc Albers